Zwischen uns das Meer
Marseille, Anfang der 1990er Jahre. Der 27-jährige Nour ist illegal aus Marokko nach Frankreich gekommen. Gemeinsam mit Freunden schlägt er sich mit Gelegenheitsjobs und kleinen Geschäften durch. Zwischen Hoffnung, Nachtleben und dem permanenten Gefühl der Unsicherheit lebt er ein Leben am Rand der Gesellschaft – zugleich frei und fragil. Als Nour Serge begegnet, einem charismatischen und zugleich unberechenbaren Polizisten, verändert sich sein Leben grundlegend. Serge bewegt sich zwischen Macht und Schutz, Nähe und Kontrolle. Durch ihn lernt Nour auch dessen Frau Noémie kennen. Zwischen den drei entsteht eine Beziehung, die alles in Bewegung bringt: ein Geflecht aus Begehren, Abhängigkeit und Sehnsucht. Über ein Jahrzehnt hinweg begleitet der Film Nour durch Liebe, Verlust, Freundschaft und das langsame Erwachsenwerden im Exil. Während Marseille zur pulsierenden Bühne seiner Erfahrungen wird, muss er erkennen, dass Exil nicht nur ein Ort, sondern ein Zustand ist – und dass Zugehörigkeit manchmal weniger mit Ländern zu tun hat als mit Menschen.
ZWISCHEN UNS DAS MEER ist ein emotionales, sinnliches Melodram über Migration, Identität und die Frage, was es bedeutet, irgendwo anzukommen.