CRESCENDO
CRESCENDO ist die neue Tragikomödie von Agnès Jaoui – Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin, die mit sieben César Awards und drei Lumières Awards die meistausgezeichnete Filmemacherin in der Geschichte des César ist. Jaoui, die in ihrem Film selbst eine renommierte Opernsängerin spielt, bringt dabei ihre eigenen Erfahrungen als Frau in einer männerdominierten Branche ein. Der Film verhandelt Generationenkonflikte und gesellschaftliche Polarisierung – und bleibt dabei der für Jaoui typischen Mischung aus Komödie und Drama treu.
Die Wahl von Mozarts Oper ist kein Zufall: Die Hochzeit des Figaro erzählt selbst von Machtmissbrauch und gesellschaftlichen Hierarchien und funktioniert im Film als inhaltlicher Spiegel des Geschehens. Jaoui singt in ihrer Rolle tatsächlich – ihre Stimme ist mit der der Sopranistin Julia Beaumier gemischt. Echte Opernsänger:innen sind Teil des Ensembles.
CRESCENDO feiert seine Weltpremiere im Rahmen der Filmfestspiele Cannes 2026 außerhalb des Wettbewerbs. Es ist Agnès Jaouiis erste Regiearbeit seit Place publique (2018) und der erste Film, den sie ohne Jean-Pierre Bacri geschrieben hat. Bacri, der 2021 verstarb, war über drei Jahrzehnte ihr kongenialer Co-Autor und langjähriger Lebenspartner. Mit CRESCENDO verantwortet Jaoui Regie und Drehbuch erstmals vollständig allein – begleitet von einem Team von Ko-Autor:innen, aber ohne Bacri. Fast zehn Jahre nach ihrer Arbeit in der Cannes-Jury und mehr als zwanzig Jahre nach dem Drehbuchpreis für Comme une image (2004) kehrt sie damit an die Croisette zurück.